Wie ein Treppenlift den Einzug in das Seniorenheim verhindert

von Thomas Meinhold (Kommentare: 8)

Die Menschen in Deutschland und den westlichen Industriestaaten werden immer älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt seit Jahren, bei jedoch gleichzeitigem Geburtenrückgang, stetig an. Bereits seit langer Zeit warnen Wirtschaftsexperten vor dem demografischen Wandel, der kaum mehr von Staat und Gesellschaft finanziert und getragen werden kann.

Treppenlift verhindert Einzug in Seniorenheim
kostenlose Treppenlift-Angebote

Schon jetzt gibt es Engpässe in der Belegung von Pflege- und Seniorenheimen. Viele Einrichtungen sind hoffnungslos überfüllt, das Pflegepersonal überfordert. Umfang und Betreuungsbedarf variieren stark.

Neben den Schwerstpflegebedürftigen, Bettlägerigen und Demenzkranken findet sich aber sehr oft auch eine weitere Gruppe von Patienten und Senioren. Die, denen es, bei relativ guter Gesundheit, einzig an ein wenig Mobilität, fehlt.

Verlust von Mobilität kann jeden treffen. Mobilität bestimmt unseren Alltag. Der Verlust dieser ist mit großen Einschränkungen in der Lebensqualität verbunden, und führt oft zu einem Umzug aus häuslicher Umgebung in ein Pflege- oder Seniorenheim.

Statistisch gesehen, müßte eine Viehlzahl der in den Seniorenheimen lebenden Menschen aber nicht in jedem Fall dort untergebracht sein. Berufliche Verpflichtungen der Familie, Vereinsamung und familiäre Entfremdung, oder eben der Mobilitätsverlust führen jedoch oftmals zum Umzug in ein betreuteres Wohnen. Dabei sind es gerade die Senioren, welche in diesen Situationen nur schwer anpassungsfähig sind. Die Folgen sind individuell und gesellschaftlich überaus schwerwiegend.

Oftmals würde jedoch schon eine Anpassung der Wohnsituation zu mehr Mobilität, und somit zum Verbleib in den eigenen vier Wänden reichen.
Der Einbau eines Treppenlifts erleichtert ein Leben hier enorm, da besonders Treppen oft unüberwindliche Hindernisse darstellen.
Ziel ist es, die Lebenssituation der Senioren deutlich zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Treppenlifte geben Sicherheit, und bieten die Möglichkeit, scheinbar unüberwindliche Hindernisse, überschreiten zu können.

Verschiedene Varianten und Ausführungen der Treppenlifte bieten Lösungen für fast alle Mobilitätsprobleme.

Sitzlifte

Einige der gängigsten und bekanntesten Modelle sind die Sitzlifte. Sie können mit Hilfe einer Führungsschiene am Treppengeländer angebracht werden, brauchen wenig Platz und verfügen über ausklappbare und drehbare Sitze. Für weiteren Komfort und Sicherheit sind sie zusätzlich oftmals mit Armlehnen, Fußstützen und Anschnallgurten versehen. In der Ruhephase kann die Sitzfläche dann platzsparend nach oben geklappt werden.

Sitzlifte eignenen sich besonders für Personen mit nur geringer Gehbehinderung.
Der Einbau eines Stehlifts bietet sich an, wenn die räumlichen Gegebenheiten aus Platzgründen keinen Einbau von Sitzliften zuläßt. Sie verfügen über eine kleine Plattform und angebrachten Haltegriffen. Stehlifte sind noch platzsparender als Sitzlifte, und können auch in sehr engen Treppenhäusern installiert werden.

Auch hier liegt die besondere Eignung bei Personen mit nur leichter Gehbehinderung.

Plattformlifte

Für Rollstuhlfahrer und zum Transport schwerer Gegenstände ist der Plattformlift konzipiert. Meist mit Abrollklappen und Sicherheitsschranken versehen, bieten sie höchsten Komfort und können im Innen- und Außenbereich an Treppengeländern wie auch an der Wand montiert werden.

Ein Treppenlift kostet im Durchschnitt zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro.
Im unteren Preisbereich liegen die Lifte für den Einbau auf geraden Treppen. Die Preise sind aufsteigend, je umfangreicher Einbau, räumliche Gegebenheiten und Komfortanforderungen sind.

Oft hilft auch Vater Staat bei der Finanzierung. Je nach Grad der Bedürftigkeit, können Zuschüsse und Kostenübernahmen bei den zuständigen Ämtern beantragt werden.

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Kommentar von Wolfgang
28. November 2009

Ich glaube, dass ein Treppenlift eine gute Sache ist. Ich glaube aber auch, der Treppenlift ist eher etwas für Leute mit Wohneigentum. Ich habe noch nie einen Treppenlift in einem Miethaus gesehen und ich war in vielen Häusern. Abgesehen von den doch recht hohen Kosten werden die meisten Hausbesitzer einem Treppenlift nicht zustimmen. Es sei denn er wohnt selbst in dem Haus und der Lift ist für seinen Eigenbedarf.

Kommentar von evel
23. Februar 2010

Doch, ich selbst wohne in einem Miethaus mit mehreren Senioren. Wir haben uns gemeinsam zur Anschaffung eines Treppenliftes entschieden. Und so ist vielen von uns Mietern geholfen.

Kommentar von Sabine K.
2. Juni 2010

Das ist vollkommen zutreffend. Für uns steht auch ein Umzug kurz bevor.

Kommentar von ferte
3. Juni 2010

Danke für die guten Infos. Habe schon vergeblich länger im Netz danach gesucht.

Kommentar von Martin Zeine
6. Dezember 2010

Bei dem Thema Mobilität fühlen wir uns natürlich direkt angesprochen.
Beste Grüße aus Olfen!

Kommentar von Reiner
7. Dezember 2010

Ich muss doch wirklich den uneigennützigen Pflege-Tommi loben. Der *Treppenlift*-User hat nicht nur mehr Ahnung bewiesen als jene Verfasser der Wikipedia-Treppenlift-Artikel, er hat diese mit der Veröffentlichung seines exorbitanten Wissens auch noch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese moderate Leistung lässt sich auf ein einziges Wort reduzieren: Superb.

Kommentar von Petra Sinar
17. März 2011

Das gute ist ja auch, dass jeder, der einen Treppenlift kauft, Anspruch auf staatliche Unterstützung hat. Leider zahlen die meisten Krankenkassen nur nicht ... hmm, aber immerhin ist das ein Versuch, die Pflegeheime auf lange Sicht zu entlasten ...

Kommentar von Norina
9. Dezember 2011

Toller Artikel, gefällt mir :-)

Wer mit einer Gehbehinderung zu kämpfen hat, bei dem lohnt sich auf Dauer eine solche Investition.