Alterskrankheiten - Alzheimer
Im Alter nehmen Vergesslichkeit
und Erinnerungsschwierigkeiten
zu, das ist
auch ganz normal. Wenn aber
Vergesslichkeit, Stimmungsschwankungen,
Erinnerungs- und Orientierungsschwierigkeiten
immer häufiger und
stärker auftreten und zu Persönlichkeitsveränderungen
führen, sind das Symptome
einer Alzheimer-Demenz.
Verursacht werden die Symptome
der Alzheimer-Erkrankung
durch krankhaft fortschreitende
Veränderungen im
Gehirn, die mit einer schleichenden
Zerstörung der Nervenzellen
einhergeht. Ein
Ungleichgewicht bestimmter
Botenstoffe im Gehirn ist
dafür verantwortlich, das zu
einer Störung der Informationsübertragung
zwischen den
Nervenzellen führt. Verantwortlich
dafür ist unter anderem
zuviel von dem Botenstoff
Glutamat im Gehirn, der die
Nervenzellen schädigt, so dass
diese unwiederbringlich zu
Grunde gehen.
Derzeit gibt es noch keine Möglichkeit
die Erkrankung zu verhindern
oder sie zu heilen. Aber
es sind erhebliche Fortschritte
in der modernen medikamentösen
Alzheimer-Therapie erzielt
worden. So kann das Fortschreiten
des Krankheitsverlaufes
deutlich verzögert und negative
Begleitsymptome, wie z.B.
Depressionen, Unruhe und
Angstzustände gemildert oder
gar verbessert werden. Patienten
und Angehörige gewinnen so
kostbare Zeit. Sie können sich
rechtzeitig informieren, rechtliche
und finanzielle Angelegenheiten
noch gemeinsam regeln
und begleitende therapeutische
Maßnahmen in die Wege leiten.
So genannte Antidementiva
werden zur medikamentösen
Behandlung von Alzheimer
eingesetzt. Ein Antidementivum
der modernsten Generation
ist der Wirkstoff Memantine,
ein bewährtes Medikament
zur Behandlung der diagnostizierten
Alzheimer Demenz
ab dem moderaten Stadium.
Die negative Wirkung der
erhöhten Glutamatmengen im
Gehirn wird durch Memantine
reguliert und verhindert. Kognitive
Leistungs- und Gedächtnisfähigkeit,
wie Erinnern und
Orientieren bleiben länger
erhalten. Die Betroffenen sind
dadurch länger in der Lage, Alltagsaktivitäten
wie zum Beispiel
Waschen, Anziehen,
Essen, auf Toilette gehen,
selbstständiger und besser zu
meistern. Dies ist für die
Lebensqualität der Betroffenen,
der Angehörigen und Betreuer
von entscheidender Bedeutung.
Insgesamt wird die Pflege bei
Fortschreiten der Erkrankung
einfacher, der Pflegeaufwand
erleichtert, die Betreuungszeit
reduziert und eine Heimeinweisung
kann um bis zu zwei
Jahre hinausgeschoben werden,
so dass sowohl eine zeitliche als
auch eine finanzielle Entlastung
für Betroffene und Angehörige
erreicht werden kann.
Sollten Sie erste Anzeichen bei
Freunden und Verwandten
oder bei sich selbst wahrnehmen,
warten sie nicht lange,
sondern verschaffen sie sich
und den Betroffenen Gewissheit,
holen sich Beratung und
Hilfe bei Ihrem Hausarzt oder
bei einem Facharzt für Neurologie.
Je früher Alzheimer erkannt wird und die Behandlung beginnt, desto länger bleibt die Lebensqualität für Betroffene und Angehörige erhalten!
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